Der Gärtnerhof Callenberg ist ca. 35 ha groß. Direkt am Callenberg werden etwa 1,6 ha Gemüse angebaut sowie auf ca. 4 ha Hühner, Gänse und die Esel gehalten.

1000 qm Gewächshausfläche dient dem Winteranbei von Salat. Im Sommer wachsen dort außerdem Gurken, Tomaten, Paprika, Bohnen und sontige wärmebedürftige Kulturen. Auch der frühe Zuckermais kann nur im Gewächshaus vor den bayrischen Sommerferien erntereif werden. Etwa 35 verschiedene Kulturen werden im Laufe des Jahres angebaut.

Die Pflege und Entwicklung des Bodens wird durch den verrotteten Mistkompost unserer Tiere ermöglicht. Die gärtnerischen Flächen sind in Beete eingeteilt, die Schlepper fahren nur auf den dazwischenliegenden Wegen, um die Bodenverdichtung zu minimieren.

Im Frühjahr beziehen wir unsere Jungpflanzen von der Bioland-Gärtnerei Natterer in Vaihingen/Enz, da wir deutlich mehr Heizenergie verbrauen würden, als im dortigen milden Klima. Über Sommer säen wir alle Jungpflanzen selbst aus. Hierbei achten wir auf geschmackvolle Sorten, möglichst aus BioZüchtung und verwenden natürlich kein Hybrid-Saatgut.

Unsere Tierhaltung umfasst Schafe, Hühner, Gänse und Esel. Natürlich gibt es auch Hund und Katz'. Die Schafe der Rasse Coburger Fuchs bweiden über Sommer wertvolle Naturschutzflächen in Gmünda/Ofr. und Roßfeld. Nur durch die Beweidung kann die Artenvielfalt dieser alten Kulturlandschaftstypen erhalten und gefördert werden. Im Winter sind die Schafe auf dem Callenberg und liefern uns den wertvollen Dünger für unsere Gärtnerei.

Das Coburger Fuchsschaf ist "Spezialist" für die sommentrockenen mageren Standorte Oberfrankens. Wegen der geringen Leistung im Sinne von "immer mehr" (Fleich) ist die Rasse fast ausgestorben. Als wir 1986 mit der Haltung begonnen haben, gab es noch ca. 130 Tiere in Bayern. Heute leben ca. 100 Mutterschafe und ihre Lämmer auf dem Gärtnerhof, etwas 2000 Tier in Bayern.

Unsere Bayrischen Landgänse sind ebenfalls eine vom Aussterben gefährdete Rasse, da auch sie "zuwenig" Eier legen und nach dem Schlachten "nur" 3 kg schwer sind. Die Besonderheit ist die Fähigkeit diese Leistung ausschließlich mit Weidegang, ohne Zufütterung von Getreide o. ä. zu erreichen.

Bei der Hühnerhaltung sind wir gerade in der Neuorientierung und auf der Suche nach einem sogenannten Zweinutzungshuhn. Hier werden wir in 2016 unsere bisherigen "Tastversuche" beüglich Kleingruppenhaltung und Rassen in einem größeren Maßstab umsetzen.

Die drei Esel haben schon vielen Kindern (und Erwachsenen) die Qualität des Zweiten beigebracht, unauffällig, entschleunigend, liebevoll und immer geduldig.